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Halbes Jahrhundert für den Karate Sport

Seit 50 Jahren betreibt Christian Gradl Karate, hat als Trainer etliche Erfolge gefeiert – und zu dem Sport eine ganz besonders innige Beziehung, wie der 66-jährige sagt. Karate hat den Umstädter jung und Fit gehalten.

 

Karate ist eine Kampfkunst, deren Geschichte sich bis ins 17. Jahrhundert zurückverfolgen lässt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Karate von Japan aus über die ganze Welt verbreitet. Seit nunmehr 50 Jahre ist auch der Umstädter Christian Gradl von dieser Kampfkunst fasziniert, die in nicht mehr loslässt, ja förmlich fesselt. Unzählige Erfolge hat Gradl als Trainer erzielt. Ohne Zweifel: Karate hat den Umstädter jung gehalten. Im Gegensatz zu anderen Kampfkünsten setzt Karate auf den Einsatz der Arme und Beine, wobei die Stärke in der Verteidigung liegt. Karate ist eine sehr komplexe Kampfkunst und verlangt von den Praktizierenden, dass er eine Reihe verschiedener Techniken beherrscht, um seinen Gegner in Schach zu halten. Das Training basiert auf drei Säulen: Kihon sind die Grundtechniken, Kata, der Kampf gegen einen oder mehrere imaginäre Gegner und das Kumite, der Kampf Person gegen Person. Gradl wurde vom Präsidium des DJKB 1996 zum Bundesstützpunktleiter berufen. Mit diesem Kader konnte Gradl viele Erfolge erzielen. 2021 zog sich Gradl aus der Stützpunktarbeit zurück um sich ausschließlich um das Dojo in Groß-Umstadt zu kümmern. 1992 wurde Gradl von seinem Lehrer und Meister Shihan Hideo Ochi, 9. Dan zum ersten Mal zu einer Trainingsreise durch Japan eingeladen. Die Reise führte ihn durch ganz Japan. Manche Trainingseinheiten dauerten drei Stunden, das war richtig hart. So ein Erlebnis vergisst man sein ganzes Leben nicht. Von der Lebensphilosophie und der Harmonie sowie der inneren Ruhe und Ausgeglichenheit der Kampfkunst dieser Großmeister war er sehr beeindruckt. Weitere besuche in Japan folgten. Gradl bereiste durch Karate alle Erdteile und unterrichtete unter anderem in Neuseeland und Australien. 1995 gründete Gradl das Karate Dojo Groß-Umstadt e.V. Im Dojo trainieren Personen von 5 bis 85 Jahren bis zu dreimal in der Woche. Ein recht hoher Wert wird auf die körperliche Kondition gelegt, die insbesondere Beweglichkeit, Schnellkraft und anaerobe Belastbarkeit zum Ziel hat. Ein highlight in der Vereinsgeschichte war 2004 der Länderkampf Deutschland gegen Japan in Groß-Umstadt, die Heinrich-Klein-Halle platzte damals aus allen Nähten erinnert sich der Umstädter. Das moderne Karate Training ist häufig eher sportlich orientiert. Das heißt, dass dem Wettkampf eine große Bedeutung zukommt. Die ausschließliche Wettkampf Orientierung wird häufig kritisiert, da man glaubt, dass der ursprüngliche Gedanke verwässert wird. Gradl hält am traditionellen Karate für seine Person fest. Die Wettkämpfe sollten nur einen geringen Stellenwert einnehmen, gehören aber dazu. Im Vordergrund des Trainings steht die Entwicklung effektiver Techniken zur Selbstverteidigung. Der Fokus aller Kampfkünste liegt aber vor allem in der Persönlichkeitsentwicklung und dem Spirit. Gradl, A-Trainer Karate trainiert für sich selbst regelmäßig in einem Umstädter Therapiezentrum, um seine Mobilität und Körperfitness zu erhalten. Dazu gehört auch das Schwimmen so Gradl.

 

Bildunterschrift:

 

Sensei Christian Gradl, 6. Dan


 
 
 

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